Raps

Raps (Brassica napus) ist eine Ölpflanze aus der Gattung der Kreuzblütler mit Hauptanbaugebiet in der gemäßigten Klimazone mit kühleren Bedingungen. Im ökologischen Landbau lag die Anbaufläche im Jahr 2025 bei etwa 5.800 ha und damit hinter der Sonnenblume mit 15.600 ha. Im Vergleich dazu liegen die Anbauflächen im konventionellen Anbau bei etwa 1.092.700 ha Winterraps und 61.700 ha Sonnenblumen. Ursächlich für den vergleichsweise geringen Anbauumfang im Ökolandbau ist das hohe Ertragsrisiko. Neben den Krankheiten und Schädlingen, hier unter anderem der Rapserdfloh, dessen Larven, sowie Rapsglanzkäfer, können auch der hohe Bedarf der Kultur an Stickstoff und die Gefahr der Spätverunkrautung herausfordernd im ökologischen Anbau sein.

Raps sollte in Fruchtfolgen nicht gemeinsam mit Sonnenblumen, Soja, Senf und anderen Kreuzblütlern stehen aufgrund der gleichen Krankheiten und Schaderreger, u.a. der Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum).

Die Pflanzenzüchtung hat 00-Sorten entwickelt, die glucosinolatarm und erucasäurefrei sind. Der Ölgehalt liegt in Rapssamen bei etwa 42 %, der Eiweißgehalt bei ca. 22 %. Rapskuchen, der bei der Ölgewinnung als Nebenprodukt entsteht, enthält ca. 30 % Rohprotein und ist damit im ökologischen Landbau ein begehrtes Eiweißfuttermittel vor allem in der Milchviehfütterung. Rapsextraktionsschrot ist hingegen im Ökolandbau als Futtermittel nicht zulässig. Für Winterraps stehen neben Linien- auch Hybridsorten für den Anbau zur Verfügung. In der Hybridzüchtung werden zwei Verfahren eingesetzt: die Cytoplasmatisch Männliche Sterilität (CMS-Verfahren) und die Male Sterility Lembke (MSL). Bei den meisten Bio-Anbauverbänden sind Sorten, die nach den CMS-Verfahren (sogenannte Ogura-Züchtung) gezüchtet sind, nicht zulässig.

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